Ein kalter und chaotischer Donnerstag

Sally wollte unbedingt noch ihren letzten Geburtstag nachfeiern. Aufgrund der Tatsache, das nach neun Monaten Behandlung, das erste Mal, ein Bericht der Ergotherapie bei meiner Hausärztin ankam, hab ich nun ein Rezept über 45 Minuten Ergo bekommen, was ich aber nicht wusste. Da ich an diesem Donnerstag Donnerstag auch noch neue Termine ausmachen musste, schrumpfte mein Zeitpuffer immens. Aufgrund der Tatsache das es am Morgen geschneit hatte, der Schnee, aber sofort Wieder geschmolzen war, kamen sämtliche Busse zu spät.

Ich versuchte sie telefonisch zu erreichen, jedoch ohne Erfolg, in Whatsapp reagierte sie auch nicht. Also blieb mir nichts anderes übrig, als quer durch die Stadt zu sprinten. Glücklicherweise hatte unser Bus auch Verspätung. Das Essen in unserer Lieblingspizzeria war wie immer gut und weil sIE BEI MIR Um die Ecke ist, war es auch nicht weit bis nach Hause.

365 Tage

Am 25.11.2016 stand mein Leben auf der Kippe, was daran gipfelte, das ich mit einem Hb von 2,7 mit Sauerstoff und Blutkonserven auf der Intensivstation lag. Mittels vier Blutkonserven und einem Liter Eisen intravenös hat man es geschafft, mich binnen sieben Tage wieder herzustellen. In dem vergangenen Jahr gab es viele Arzttermine, viele Nadeln, Tränen und Momente der Verzweiflung, es gab aber auch schöne Momente. Ich durfte die wundervollsten Menschen vom Trommeln kennen lernen, der erste Auftritt hat mich viel Überwindung gekostet, unvergesslich bleibt auch das Picknick und Trommeln am Kanal im Sommer, aber auch La Fete und der Nachmittag mit M. ist unvergessen.

Genauso nach vier Jahren wieder in die zweite Heimat zu fahren, mit S. Kaffee in der Sonne zu trinken, quatschen und im Sonnenuntergang zurück nach Hause zu fahren. Ich bin persönlich an den vielen Hürden des Alltags gewachsen und so scheiße ich Chemie und Ärzte immer noch finde, durfte ich feststellen, das es auch nette Menschen gibt und das Medikamente, einen Alltag wesentlich beinflussen und veränddern können. Da dieser Tag also etwas besonderes für mich ist, war ich mit M. in unserem Stamm Café und gönnte mir zu Feier des Tages, ein Schnitzel mit Pommes und eine Waffel.

Ergotherapie & Kaffee

Am Donnerstagmittag fuhr ich wieder durch die halbe Stadt zur Ergotherapie. Da wieder ein Dutzend Ignorante unterwegs waren, suchte ich mir einen Platz, an dem ich gut stand. So kam es, das sich die Stange auf Hüfthöhe befand, an die ich mich anlehnte und sobald der Bus sich bewegte, es mit den Beinen abfederte. Gleichzeitig habe ich es geschafft mit J. und T. zu kommunizieren. Ich hätte gedacht, das ich davon einen blauen Fleck bekomme, hatte am nächsten Morgen, aber nur Muskelkater. L. begrüßte mich mit den Worten „Damit dir nicht langweilig wird, hab ich mir heute für dich, eine Raumbeschreibung ausgedacht“.

Ich fand es etwas amüsant, einem Menschen, der fast blind ist, eine Raumbeschreibung zu geben, aber sie hat sich gut geschlagen. Wie immer hat sie mir nach der Beschreibung, andere Aufgaben zur Ablenkung gegeben und als wir über Fisch philosophierten wäre ihr das auch fast gelungen. Sie war der Meinung, das Thunfisch aus der Dose Ähnlichkeit mit Katzenfutter hätte. Desweiteren hat die Gute, einen Spleen für rückwärts. Wie auch am Dienstag, las sie mir vier bis fünf Zahlen vor und ich musste sie rückwärts aufsagen, genauso wie das ich Namen rückwärts buchstabieren sollte.

Weil wir noch Zeit hatten, hat sie dann noch eine Übung gemacht, bei der sie mir, einen Wochentag und ein Datum sagte und dann fragte welches Datum war vor zwei Wochen, drei Tagen, gestern usw. Da ich noch keine Lust hatte nach Hause zu fahren, hattet ich J. auf dem Weg zur Ergo gefragt, ob wir uns auf dem Rückweg auf einen Kaffee treffen wollen. Nach einer Stunde quatschen, trafen wir dann noch auf M., sie hat mich in den Bus gesetzt und ist dann weiter gezogen und ich nach Hause gefahren.

Die vorerst letzten Sonnenstrahlen

Die letzten beiden Treffen mit S. haben aus gesundheitlichen Gründen nicht geklappt und so machte ich mich, an diesem Freitagmittag auf den Weg in die zweite Heimat. Es war schönes Herbstwetter. Ich stand an der Umsteigehaltestelle und wurde leicht nervös, als der Bus bereits fünf Minuten Verspätung hatte, dabei hatte ich extra noch einmal den Fahrplan überprüft. Als wir losfuhren war der Bus recht gut gefüllt, am Krankenhaus, in dem ich bereits einige Male behandelt wurde, stieg dann der erste Schwung Menschen aus. Auf der Landstraße, kurz vor der Autobahn, drohte ein Stau und ich bekam eine leichte Panikattacke, konnte mich, aber gut ablenken.

Mit rund 12 Minuten Verspätung kam ich dann in der zweiten Heimat an und machte mich fußläufig auf den Weg zu S. ich war so darauf konzentriert, alle markanten Punkte abzulaufen, das ich fast an ihr vorbei gelaufen wäre. Wir saßen erst draußen und genossen bei Kaffee und Kuchen, die letzten Sonnenstrahlen, doch dann wurde es schattig und grau. So verlagerten wir uns dann doch noch rein. Gegen 17 Uhr machte ich mich dann wieder auf den Heimat. Trotz für mich einsetzender Dämmerung und der sparsamen Beleuchtung dieser Stadt, habe ich den Weg zum Bahnhof geschafft.

Zurück in der Wurzelstadt, dachte ich, den Anschlussbus verpasst zu haben, doch glücklicherweise hatte dieser Verspätung und ich konnte direkt weiter nach Hause fahren.

Kaffee, warmer Käsekuchen, Gulaschsuppe, Sonnenstrahlen, Lieblingsort, Gespräche mit der Liebsten und auf dem Rückweg, einen tollen Sonnenuntergang erlebt.

Stadtführung mit Google Maps

Nach dem ich Anfang September, nach über vier Jahren, das erste Mal wieder in der zweiten Heimat  war und die Fahrt dorthin so gut klappte und das Treffen mit S. wirklich schön war, haben wir beschlossen dies zu wiederholen. Jedoch kam ein paar Mal etwas dazwischen, deswegen vergingen insgesamt rund vier Wochen bis zum Widersehen. Da ich mir nicht sicher war, ob in der Innenstadt von W. sich ein Sparkassenautomat befindet, nutze ich die Zeit zwischen dem Umstieg um Geld zu holen. Etwas nervs wurde ich, als ich am Umsteigeort stand und der Fahrplan, meinen geplanten Bus nicht ansagte, aber er kam dann doch.

In diesem Bus waren natürlich die ersten am nörgeln, das es draußen so kalt sei. Ich war absolut zufrieden. Ich hatte einen Pullover, eine warme Jacke und meinen Schal mit und fand das kühle Herbstwetter absolut toll. Dieses Mal wollte ich noch eine Schüppe drauf legen und so wagten wir es, das sie mich nicht am Bahnhof abholte, sondern wir uns in der Stadt treffen. Die Busfahrt verlief erstaunlicherweise sehr gut. Es ist immer noch komisch am Krankenhaus vorbei zu fahren, in dem ich aufgrund meiner Menstruationsstörungen behandelt werde, aber auf dem letzten Stück, einer Landstraße, die an der Autobahn  vorbei führt, hatte ich dieses Mal, keine Panik und konnte mir sogar die Bäume ansehen.

Der Anfang lief noch ganz gut und als ich mir unsicher war und Google Maps benutze, zeigte mir die App an, es seien nur noch 300m bis zum Ziel. Den ersten Teil der Fußgängerzone fand ich auch, nur dann führte mich die App in die Irre. Nach dem ich gefühlte fünf Mal im Kreis lief und immer vor dem Blumenladen landete, rief ich S. an und fragte sie nach dem Weg. Wir haben uns von dem Regen nicht den Nachmittag vermiesen lassen und genossen unseren Kaffee, in meinem neuen Lieblingsort. Auf dem Rückweg war es aufgrund des Regen, für meine Augen schon recht dunkel und leider verweigerte die App ihren Dienst.

Bereits an der ersten Ampel hatte ich mich verlaufen, jedoch traf ich auf eine nette Passantin, diese brachte mich zum Bahnhof. Die Stadt ist etwas gewöhnungsbedürftig: Es gibt Fußgängerampeln die auf den Drückknopf nicht reagieren und noch dazu, eine recht lange Rotphase haben. Eine weitere, für mich recht gefährliche Tatsache ist, das sich die Fußgängerzone in drei Teile aufteilt und nach jedem Abschnitt kommt eine Straße, jedoch ist nicht ersichtlich das dort eine Straße folgt. Es gibt keine Fußgängerampel, Zebrastreifen oder Abhebung vom Bürgersteig. Der Bahnhof ist recht übersichtlich und leider sehr spärlich beleuchtet.

So stand ich, alleine, im Regen, an einem verlassenen und menschenleeren Bahnhof und wartete rund 15 Minuten auf den Bus. Mir war schon etwas mulmig zu mute, aber nicht der Ängste wegen sondern, weil es als Frau mit Einschränkungen vertrauenswürdigere Orte, als ein verlassener Bahnhof gibt. Wie so oft hatten wir auf dem Rückweg Verspätung und so hatte ich es gerade geschafft, am Umsteigeort von Bussteig A zu Bussteig B zu hüpfen. Als ich nach rund sechs Stunden auf meinem Sofa lag, war ich erschöpft, platt, aber auch stolz, dieses Abenteuer geschafft zu haben.

Trommeln aufm Schiff

Anlässlich eines Jubiliäum eines Stadtteiles, in dem sich eine Kinder- und Jugendeintrichtung meines Betreuungsträger ist, hatten wir einen Auftritt. Erst konnte ich mich nicht entscheiden, was ich anziehen sollte, dann waren es die Haare. Irgendwann war ich fertig und stand mit gepackten Sachen, an der Bushaltestelle und der Bus kam und kam einfach nicht. Insgesamt war ich also rund 15 Minuten zu spät, das hat mich schon ziemlich angenervt, weil ich es hasse zu spät zu kommen.

Die Generalprobe verlief für mich persönlich nicht so gut, auch wenn der Rest das nicht verstehen konnte. Am Veranstatlungsort angekommen, haben wir die Autos ausgeladen und weil sich das Programm verschob, sind wir erst eine halbe Stunde später aufgetreten. Weil wir von diesem Tag alle ziemlich platt waren, war ich mit T. und J. anschließend noch einen Trinken.

Fast hätte ich vergessen, warum der Artikel so heißt, wie er heißt. Die Bühne war lediglich ein LKW Anhänger und deswegen hat dieses Ding, bei jeder kleinsten Bewegung gewackelt. Bei den schnelleren Stücken hat die Bühne nicht nur von rechts nach links sondern auch nach vorne gewackelt. Deswegen war ich sehr froh, als wir fertig waren, das ich die erste war, die die Bühne verlassen durfte, auch wenn der Tonmann das nicht so ganz verstand.

Ein aktiver Montag

Ja, das war er wirklich. Aufgrund der Tatsache das in der Ergotherapiepraxis, nach wie vor Personalmangel herscht, ist es derzeit schwierig Termine zu erhalten. So ergab es sich unglücklicherweise das es sich nicht lohnte, vor dem Trommeln noch nach Hause zu fahren. Im Gegensatz zu der Woche zuvor, lief die Therapiesitzung dieses Mal besser und ich hatte das Gefühl, etwas gemacht zu haben. Ich war danach kopfmäßig zwar ziemlich platt, aber zufrieden. Da mir der Bus vor der Nase weggefahren war, musste ich 15 Minuten auf den nächsten Bus warten.

Am Einkaufszentrum angekommen, lief ich M. und J. in die Arme und so gingen wir, gemeinsam für das Trommeln einkaufen. Ich nutzte die Gelegenheit und nahm, ein Paket Brot und zwei Flaschen Wasser mit. Bei den Räumlichkeiten des Betreuungsträgerr angekommen, fingen J. und ich an, das Gemüse und den Joghurt zu putzen und vorzubereiten. Da dieser Träger Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischen Beeinträchtigungen betreut und M. sich darüber aufregte, das ihre Kollegen, sämtliche Dinge wegräumten und abschlossen, meinte ich „Ja, man muss die Dinge vor uns in Sicherheit bringen“.

Ein paar Minuten später gab J., mir ein recht großes Messer mit dem ich die Gurke schneiden sollte und meinte zu ihr „Du hast, aber Vertrauen in mir“. Es gibt so viele Menschen, die mich kaum kennen und Angst haben, mir so etwas anzuvertrauen, weil ich aufgrund meiner mangelnden Sehkraft, mich wer weiß wie schlimm verletzten könnte.

Die Trommelprobe an sich verlief sehr gut. H., J. und M. haben ein neues Stück geübt und wie in der Woche zuvor, habe ich beim ersten Stück, den Part des Beginners übernommen. Ebenfalls habe ich es bei diesem Stück geschafft, einen Schlag mehr als sonst zu spielen. In einem anderen Stück ging es darum, das einer aus der Gruppe, das Publikum zum Mitsingen einladen muss und, weil niemand reagiert hat, habe ich diesen Part übernommen. Ganz lustig war das H. sowohl bei den Proben, als auch bei den Auftritten, jedes Mal die zweite Strophe von Dieser Weg vergisst.

Und heute hat er sie zu früh gesungen. Wir waren gerade dabei den Refrain zu singen, als er mit der Strophe anfing, ich guckte M. an, weil ich total irritiert war und nicht wusste, was ich machen sollte. So habe ich gewartet bis er fertig war und bin dann wieder in den Text eingestiegen. Obwohl ich von der Ergo und auch anderen Dingen sehr geschafft war, habe ich es bis zum Schluss durchgehalten. Zufälligerweise war B. im Büro, die noch dazu in meiner Nähe wohnt und bot sich an, mich nach Hause zu bringen. Darüber war ich erleichtert, weil es nun immer früher dunkel wird und ich noch etwas Zeit brauche, um wieder in der Dunkelheit zurecht zu kommen.

Stunikenmarkt 2017

Wie jedes Jahr, fand auch auch dieses Jahr der Stunikenmarkt statt. Eigentlich dachte ich, ich hätte die Kirmes dieses Jahr verpasst, doch dank Facebook wurde mir mitgeteilt, das die Veranstaltung noch stattfinden wird. Der ursprüngliche Plan war, das wir mit den Trommelern gehen, doch daraus wurde irgendwie nichts. Also machte ich mich am Samstagnachmittag auf den Weg, doch dies war leider kein großer Erfolg. Nicht nur das es rappelvoll war, obwohl ich recht früh los gefahren bin und von sämtlichen Leuten angermpelt wurde sondern es war auch sehr laut und ich habe nichts essbares gefunden.

Darüber war ich so frustriert, das ich im Kaisers/Edeka shoppen war. Doch leider stellte ich erst an der Kasse fest, das nicht alles in meinen Rucksack passen wird, also lief ich mit einer Schüssel Salat unter dem Arm, durch die halbe Stadt, weil ich die Ersatzhaltestelle einfach nicht fand. Meine Mutter hatte mir dann angeboten, am nächsten Tag mit C. und ihr, noch einmal über die Kirmes zu laufen. Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg und schlenderten durch dide Innenstadt. Erstaunlicherweise war es wesentlich leerer, leiser und ich wurde nur von halb so vielen Leuten angerempelt.

Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, als wir auf dem Rückweg zum Auto waren, fing es gerade an zu regnen. Bei jeder Kirmes dürfen natürlich keine holländischen Pommes mit Zwiebeln und ein Nutella Crepe  fehlen.

Latte & Zitronenkuchen

Nach dem ich auf der Gesamtschule gemobbt wurde, suchte meine Mutter fieberhaft eine neue Schule. Neben der Walddorfschule im Wohnort, hatten wir uns auch eine Schule für motorische und körperliche Entwicklung angesehen. Obwohl meiner Mutter und mir von Anfang an klar war, das ich vom Unterrichtsstoff unterfordert sein werde, war es die einzige Option, meine Schulpflicht unbeschadet zu überstehen. Nach den ersten Gesprächen fand dann eine Probewoche statt. In dieser besagten Probewoche lernten S. und ich uns kennen. Während unserer Schulzeit hatten wir eher wenig Kontakt, der entstand erst in der Zeit, nach der Entlassung.

Vor zwei, drei Jahren brach dann der Kontakt von heute auf morgen ab. Vor ein paar Wochen bekam  ich ganz überraschend eine Nachricht von ihr auf Facebook. Erst war ich total irritiert, aber im Grunde habe ich mich doch gefreut. Nach langen intensiven Gesprächen entschieden wir uns dazu, uns nach langer Zeit mal wieder zu sehen. Nach meinem lebensbedrohlichen Zustand im November, war ich so ängstlich, das ich mir gar nichts mehr zugetraut habe und deswegen war diese Fahrt, ein großes Abenteuer für mich.

Am Samstagmittag machte ich mich dann auf den Weg. Nach eineinhalb Stunden kam ich in meiner zweiten Heimat an. Ich war überrascht, wie groß/lang und vor all dem wie hübsch, die Innenstadt, dieser besagten Heimat war.

Wir ließen uns in einem kleinen und sehr gemütlichen Café nieder. Die Besitzerin war total lieb, nett und sehr herzlich. Neben uns am Tisch saßen zwei ältere Menschen, die in Plauderlaune waren und so erfuhr man, dass die eine sich zum Frühstück nen Sektchen trinkt. Wir hatten mit dem Wetter großes Glück und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Jahres bei Latte und Zitronenkuchen und ganz vielen, tollen Gesprächen. Nach rund sechs Stunden war ich wieder zu Hause. Völlig platt, erledigt, aber auch glücklich. Ein Stück weit stolz bin ich auch auf mich, das ich dieses Abentueer gevagt und geschafft habe und wir haben beide schon beschlossen, das es ein Wiedersehen geben wird.

Wir haben über viele Dinge geredet und gelacht, die Sonne genossen und uns gegenseitig, ein paar Kleinigkeiten geschenkt. Auf der Rückfahrt hatte ich die untergehende Sonne, drehte meine Kopfhörer auf und fühlte ein Stück vom Glück

Ein Duthend Ignoranten

Am Donnerstagmittag hatte ich es endlich geschafft, den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für die Krankenkasse auszufüllen. Da ich mit der Postfiliale am Einkaufszentrum auf dem Kriegsfuß stand, fuhr ich in die Innenstadt. Im Bus saßen ein paar Jugendliche, die auf ein Gymnasium, in meiner unmittelbaren Umgebung gehen und viele dieser Schüler halten sich für etwas besseres, diese vier jungen Damen leider auch. Als ein Rollstuhlfahrer einstieg, hielt es zwei von denen nicht nötig vom Behindertenstellplatz aufzustehen, was zur Folge hatte, das der Rollstuhlfahrer mitten im Gang stand.

Ein paar Haltestellen weiter, stieg eine russische ältere Dame ein und sprach den beiden Gören gegenüber das aus, was ich die ganze Zeit dachte. Als ich dann den Bus verlassen wollte, hielt man es nicht für nötig, Platz zu machen, bis zwei Damen mit Kinderwagen ausstiegen, weil es so voll war. Aufgrund der Tatsache das der Himmel sehr bedeckt und grau war, hatte ich große Probleme; Dinge zu erkennen und hatte deswegen große Probleme, en kleinen Paketshop zu finden. Ich betrat den Laden und es machte „Ding Dong“, doch keine Reaktion vom Personal.

Ich ging zum Verkaufstressen, holte meinen Brief heraus und erst dann reagierte die Angestellte. Danach lief ich zur Sparkasse bzw. hier wartete eine neue Herausforderung. An diesem Donnerstag fand der alljährliche Firmenlauf statt und deswegen lagen auf dem gesamten Marktplatz Kabelschächte herum. Diese besagten Kabelschächte sorgten allerdings dafür das ich die Orientierung verlor und den Eingang der Sparkasse nicht fand. Als ich völlig irritiert am Ende der Sparkasse stand und überlegte, wie ich dieses Problem nun lösen könnte, sprach mich eine Dame an, ich würde verwirrt wirken, ob sie mir helfen könne.

Sie brachte mich dann zum Eingang der Sparkasse und ich hatte die Orientierung wieder. Ein Stück weiter, stehe ich an der Fußgängerampel, wollte gerade die Straße überqueren, da läuft so ein Anzugträger mitten durch meinen Laufweg und stolpert natürlich über meinen Stock. Weil ich schon in der Stadt war und mich zwei Tage später mit S. treffen wollte, nutze ich die Gelegenheit und schlenderte durch den Rossmann. Neben meiner Haarfarbe kaufte ich noch neue Haargummis, Ohrringe und ein Mitbringsel für S. ich war erschöpft, aber glücklich wieder zu Hause.