Prüfung der Erwerbstätigkeit

Im März 2015 nahm die ganze Sache ihren Lauf. Damals hieß es die Prüfung würde „nur“ drei Monate dauern. Nach drei Monaten hatte ich erst einmal die Einladung zur amtsärztlichen Untersuchung die aufgrund eines Notfalles ausgefallen ist, zwei Monate später wurde dieser Termin dann nachgeholt. Ende Januar 2016 hatte ich einen Termin bei meiner „neuen“ Arbeitsvermittlerin der dann doch nicht stattfinden konnte, obwohl mein Problem im Hinblick auf das Erreichen der Büroräume bekannt ist, sie wollte mir einen neuen Termin geben.

Nach vier Wochen hab ich dann per E-Mail nachgefragt wann ich den mit einem neuen Termin rechnen könnte. In dieser E-Mail wurde mir dann mitgeteilt das ich nun eine andere Sachbearbeiterin hätte und das am 26.2.2016 das Ergebnis vom Gesundheitsamt vorliege das ich unter Berücksichtigung meiner Behinderung arbeitsfähig bin. Dieses Urteil hat das Gesundheitsamt auch schon 2013 gefällt und es hätte mich gewundert, wenn sich daran etwas geändert hätte. Aufgrund der Tatsache daws mein Fall so schwierig und kompliziert sei wollte man meine Unterlagen doch zur Prüfung an die DRV weiterleiten.

Nun erhielt ich heute Mittag erneut eine E-Mail meiner Arbeitsvermittlerin und das endgültige Ergebnis liegt vor: Wie bereits 2013 festgestellt wurde bin ich nach wie vor unter Berücksichtigung meiner Behinderung bis zu sechs Stunden täglich in der Lage zu arbeiten. Ich habe von Sep 2009 bis März 2012 eine Ausbildung im Berufsbildungswerk (BBW) Soest gemacht, dies sind Leistungen zur beruflichen Rehabilitation und fallen u. A. unter den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Bereits damals, nach meinem Abbruch wurde mir signalisiert dass ich die Ausbildung jederzeit fortsetzen kann.

Nach ca. einem Jahr habe ich das Rehaverfahren aus verschiedenen Gründen schließen lassen. Wie so oft wird mir geraten an meiner gesundheitlichen Stabilität zu arbeiten.  Meine Reaktion darauf war, das ich ihr mitteilte das mir bewusst ist das mit meinen Einschränkungen eine Vermittlung in eine Beschäftigung schwierig ist, ich dennoch, aber gerne wissen möchte ob es noch irgendwelche Möglichkeiten gibt. Darüber hinaus habe ich ihr mitgeteilt dass ich bereits einiges zur Stabilisierung meines Zustandes unternommen habe und mich derzeit nicht in Behandlung befinde, weil ich keinen Behandlungsplatz finde.

Daraufhin wurde mir dann mitgeteilt dass es zum Einen eine Kurzberatung vom Pertheswerk gibt oder ich mich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden soll. Davon abgesehen dass ich erst vor kurzem bei der Ärztin vom Gesundheitsamt war, wird mir auch eine Kurzberatung nicht weiterhelfen. Auf meine weitere Nachfrage ob es eine andere berufliche Möglichkeit gibt teilte sie mir mit das es außer der beruflichen Rehabilitation keine Möglichkeiten gibt.  Somit sind wir, also genauso weit wie vor einem Jahr. Ich habe die ganze Zeit gesagt dass die mich a) los werden wollen und b) Zeit schinden wollen, weil sie nicht wissen was sie mit mir machen sollen.

Mittwoch-In

Ist eine Informationsveranstaltung des Berufsförderungswerkes (BFW) Hamm und findet jeden 1. Und 3. Mittwoch im Monat statt. Aufgrund der Tatsache dass mein Bruder derzeit beruflich auf sein Auto angewiesen ist, musste ich meine Mutter mit dem Bus abholen, nach dem wir uns 20 Minuten am Umsteigepunkt die Füße abfroren ging es weiter zum Ziel. Auf dem Weg zum Berufsförderungswerk guckte ich mir die Busroute an und wir mussten feststellen dass die Bandansage a) viel zu leise und b) unverständlich ist. Im Gegensatz zu mir war meine Mutter das erste Mal dort und war von dem großen Gebäude etwas erschlagen.

Die Info-Veranstaltung startete in einem Seminarraum mit einem Vortrag über das BFW, seinem Bildungsangebot und eine kurze Übersicht über die angebotenen Bildungsgänge. Danach gab es eine Führung durch das Haus, wo die Internatszimmer und der Freizeitbereich gezeigt wurde, da ich daran aufgrund meiner Angststörung nicht teilnehmen konnte nutzen wir die Gelegenheit um mit den Verantwortlichen ein paar Fragen zu klären. Danach ging es zu den Räumlichkeiten der Berufsfindung/Arbeitserprobung. Es wird eine ein-, zwei- oder sechswöchige Erprobung angeboten.

Zum guten Schluss konnte man sich einen Bereich intensiver ansehen. Neben mir hatten noch zwei weitere Personen Interesse an der Ausbildung zum Masseur/in und medizinische/m Bademeister/in. Die Ausbilderin war lustig, locker und sehr umgänglich. Der Kostenträger für diese Ausbildung ist entweder die Agentur für Arbeit und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, das JobCenter mit einem Bildungsgutschein, die Rentenversicherung oder die Berufsgenossenschaft.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre, es müssen drei vierwöchige Betriebspraktika abgeleistet werden und nach dem erfolgreich bestandenem Staatsexamen folgt ein sechs monatiges Anerkennungspraktikum. Wir erfuhren dass einige Kostenträger die Kosten für das Anerkennungspraktikum nicht übernehmen. Die Veranstaltung fing um 13 Uhr an und ging bis 15:30, die 30 hatte leider Verspätung weswegen wir den Anschluss verpassten, der Alternativbus kam Gott sei Dank fünf Minuten später, denn wir waren beide fix und fertig.

Bedauerlich fand ich die Tatsache als wir am BFW los gefahren sind das keiner der Teilnehmer Rücksicht auf mich nah und wir Mühe hatten in den Bus zu kommen. Herr R., einer der Verantwortlichen für die Aufnahme der Teilnehmer meinte salopp am Rande bezüglich der Straßenüberquerung „Es steigen so viele morgens aus da wird Sie schon jemand mitnehmen“. Sein Humor in aller Ehre, aber ich habe in der Vergangenheit andere Erfahrungen gemacht.

Alles in allem ist es ein sehr vielseitiger Beruf, doch es sind einige Dinge trotz intensiver Recherche zum Vorschein gekommen die dafür sorgten dass die Ausbildung für mich nicht in Frage kommt. Angefangen bei der Tatsache das ich morgens nicht alleine über die Straße komme, gefolgt von der Tatsache das die Displays für die Strom- und Strahlentherapie recht klein sind und bei falscher Bedienung fatale Folgen haben können, über die Tatsache das es schwierig wird für mich erreichbare Praktikumsplätze zu finden bis hin zu dem das ich absolut keine Wärme/Hitze ab kann und sowohl mit Fango als auch in der Sauna arbeiten müsste.

Von diesen genannten Faktoren abgesehen ist der gesamte Papierkram so langwierig das ich erst nächstes Jahr anfangen könnte. Der Schulleiter war etwas zögerlich, die Ausbilderin selbst wäre bereit gewesen mich zu nehmen.

Bürokraft, Bürokauffrau, Masseurin und medizinische Bademeisterin

Für die meisten Jugendlichen ist es heute schwer sich für einen Beruf zu entscheiden. Ab der achten Klasse stehen Schülerbetriebspraktika an und man schnuppert mal hier und mal dort rein, manchen ihren Abschluss und stehen vor der Frage „Was möchte ich eigentlich werden?“. Viele nehmen einen Studium-/Ausbildungsplatz in der Heimat oder näheren Umgebung oder gehen den Weg denn die Eltern entscheiden.

Bereits in frühster Kindheit wusste ich das ich später im kaufmännischen Bereich arbeiten möchte weswegen ich nach Beendigung der Schulpflicht zwei Jahre Berufsorientierung dran hing und meinen Hauptschulabschluss erwarb. In diesen zwei Jahren erwarb ich nicht nur einen Schulabschluss sondern lernte die Brailleschrift, bekam mein erstes Bildschirmlesegerät, machte ein Praktikum was mir gar nicht gefiel, und erwarb erste berufliche Qualifikationen. 2009 wollte ich dann eine Ausbildung auf dem allgemeinen ersten Arbeitsmarkt machen und strandete bei der Agentur für Arbeit und dort begann mein Hürdenlauf.

Ursprünglich wollte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvieren, doch aufgrund dem Besuches der Sonderschule traute man mir diese Ausbildung nicht zu. Nach einem Eignungstest und einer vierwöchigen Arbeitserprobung stellte sich dann heraus das ich „nur“ für eine Ausbildung zur Bürokraft geeignet sei. Anfangs schmeckte mir das absolut nicht, doch dann nutze ich die Chance und konnte viele wichtige Dinge lernen, das ich diesen Ausbildungsplatz für den ich zwei Jahre gekämpft hatte abbrechen musste war mehr als bitter.

Die letzten dreieinhalb Jahre habe ich dafür gekämpft wieder beruflich Fuß fassen zu können. Angefangen von etlichen Bewerbungen bis hin zu dieser „tollen“ Maßnahme bei der ich aufgrund nicht vorhandener Hilfsmittel so gut wie nichts mitmachen konnte. Vor ein paar Tagen stieß ich auf eine junge Frau die ihre Ausbildung zur Masseurin und medizinische Bademeisterin im BFW Hamm absolviert hatte. Soweit erst einmal nichts besonderes ABER diese besagte junge Frau ist ähnlich blind wie ich, dabei wurde mir im vergangenem Jahr gesagt das sie Blinde nicht nehmen.

Ich recherchierte etwas über diese Ausbildung und dachte mir dann „Warum nicht?“, und kontaktierte den zuständigen Ansprechpartner vom BFW, und siehe da: Es gibt eine Chance. Die Voraussetzung ist ein gewisser Sehrest und er machte mich halt darauf aufmerksam das sie keine „Speziallisten“ für Blinde seinen, wobei ich mir denke dass das schon klappen wird. Die Räumlichkeiten für die Theorie und Praxis befinden sich im Erdgeschoss, die beiden einzigen Haken die es noch gibt sind die Tatsache dass die Ausbildung schon in zwei Wochen beginnt und dass das Arbeitsamt die Kosten übernehmen muss.

Nächste Woche Mittwoch findet eine Informationsveranstaltung statt, auch wenn dies nicht mein Traumberuf ist, ist es ein Plan B. Nach der zweijährigen Ausbildung und einem sechsmonatigen Anerkennungspraktikum kann man sich entweder binnen 18 Monaten zum Physiotherapeuten weiterbilden lassen oder an Weiterbildungen zur Lymphdrainige und Co. teilnehmen. Ich habe schon mal in der Jobbörse geguckt wie es so in der Umgebung mit Jobangeboten aussieht, und war doch überrascht. Ein Problem wird für mich sein das die meisten Praxen jemanden suchen der einen Führerschein hat für Hausbesuche. Es gibt, aber auch Betriebe wie z. B. ambulante Rehaeinrichtungen die keine Hausbesuche machen.

WfbM und Arbeitssuche

2008 habe ich über Umwege im Rahme des Berufsgrundschuljahres meinen Hauptschulabschluss nach Klasse 10 erworben. Im Januar 2009 nahm ich das erste Mal Kontakt mit der Agentur für Arbeit auf, ich wollte eine Ausbildung auf dem 1. Arbeitsmarkt doch statt Hilfe gab es nur Hürden. Das Arbeitsamt hat sich erst gar nicht die Mühe gemacht mich zu vermitteln, sondern hat mich direkt an das Berufsbildungswerk (BBW) Soest weiter geleitet. Aufgrund der Tatsache dass ich den Großteil meiner Schullaufbahn auf einer Schule für Körperbehinderte verbracht habe, hatte ich mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.

Es mussten erst ein Eignungstest und eine Arbeitserprobung folgen bis ich eine Chance auf eine Ausbildung bekam. Ursprünglich wollte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvieren doch die Tests hätten ergeben dass ich „nur“ für eine Ausbildung als Bürokraft geeignet bin. Anfangs war das hart und ich hatte mit der Entscheidung zu kämpfen, doch im Laufe der Ausbildung habe ich mitbekommen was von den Bürokaufleuten abverlangt wird und war froh das ich dort nicht „gelandet“ war.

Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste ich die Ausbildung bedauerlicherweise vorzeitig beenden und bin seit dem auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, bislang mit wenig Erfolg. Der Arbeitsvermittler hat im ersten Jahr statt mich zu vermitteln nur in den Wunden meiner Probleme gebohrt. Der Fallmanager vom JobCenter hat auch nicht viel getan außer mich in eine Maßnahme zu vermitteln die mir nichts gebracht hat. Ich konnte an den meisten Inhalten der Maßnahme aufgrund meiner Seheinschränkung nicht teilnehmen. Stellen suchen und Bewerbungen schreiben habe ich alleine und zu Hause gemacht, jedoch hab ich den zuständigen Mitarbeitern die Bewerbungen vorgelegt, entweder lagen sie wochenlang auf dem Schreibtisch oder sie wurden einfach nur abgenickt.

Diese Maßnahme hat neun Monate gedauert und hat rund 8.000 Euro gekostet. Durch Zufall bin ich auf eine virtuelle Ausbildung gestoßen die man von zu Hause aus absolvieren kann, die Agentur für Arbeit hat dies abgelehnt mit der Begründung das die heutigen Arbeitgeber Ausbildungen mit wenig praktischer Erfahrung nicht gerne sehen und, weil man noch nicht einschätzen kann wie Kaufleute für Büromanagement vermittelt werden, da es den Beruf erst seit August 2014 gibt.

Bei anderen Institutionen wie z. B. einem handelsüblichen Berufskolleg, einem Berufsförderungswerk oder ähnlichen Einrichtungen heißt es entweder das eine Teilnahme aufgrund der Seheinschränkung nicht möglich wäre oder das das Angebot nur für geistig behinderte sei.

Nach wie vor bin ich auf Jobsuche doch das große Problem ist das die meisten Firmen heutzutage viel zu hohe Ansprüche stellen. Angefangen davon dass sie sich junge, dynamische Mitarbeiter am besten mit jahrelanger Berufserfahrung und Führerschein wünschen, wie sollen junge Leute die aus der Ausbildung kommen Erfahrung sammeln? Über ein Stellenprofil was in meinen Augen kaum einer erfüllen kann. Alle möchten inklusiv sein doch warum geben die Arbeitgeber Menschen mit Behinderung keine Chance? Ich habe eine Seheinschränkung und gelte gesetzlich schon als blind, aber ich bin mit technischen Hilfsmitteln sehr wohl in der Lage anfallende Aufgaben zu erledigen, verfüge über fundierte MS-Officekenntnisse und kann den PC mit Bildschirmvergrößerung und sogenannten Shortcuts bedienen.

Zu dem Thema Werkstatt für behinderte Menschen kann ich so viel sagen, sie sind sinnvoll, aber man sollte die Zielgruppe berücksichtigen. So finde ich es z. B. ungünstig das man geistig behinderte und körperbehinderte in eine Werkstatt steckt. In den meisten WfbMs werden Verpackungstätigkeiten angeboten oder andere leichte Aufgaben, das mag für gewisse Menschen gut und richtig sein, doch der Großteil der dort arbeitet ist Unterfordert. Ebenfalls finde ich die Bezahlung einen Witz, sie kriegen einen Hungerlohn dafür dass sie zum Teil bis zu acht Stunden täglich arbeiten, natürlich bekommen sie vom Staat aufstockende Leistungen.

Ich persönliche bin nicht dafür das man die Werkstätten abschaffen sollte, man sollte sie vielleicht neu strukturieren und auch über den Namen sollte man vielleicht nachdenken. Denn ich persönlich bin absolut gegen eine Werkstatt aus verschiedenen Gründen, warum nennt man es nicht z. B. Arbeitsgelegenheit für Menschen mit Behinderung?

Behördenupdate

Vor rund zweieinhalb Wochen hatte ich einen Widerspruch an das JobCenter verfasst da in meinen Augen der Bescheid hinten und vorne nicht passte, heute Mittag habe ich dann eine ausführliche und freundliche (was eine Überraschung) E-Mail von meinem Sachbearbeiter erhalten. Aufgrund der Tatsache dass das JobCenter finanzielle Veränderungen nur bis zum 20. des Monats berücksichtigen ist in meinem Fall einiges durcheinander gekommen. So hat sich jetzt alles aufgeklärt. Die Kosten der Unterkunft wurden mit Anmietung der neuen Wohnung um 55 € angehoben, zusätzlich erhalte ich 70 € für den Gasabschlag, da ich Strom und Gas extern an die Stadtwerke bezahle.

Da kontrollierte ich meine virtuellen Kontoauszüge und dachte „Moment, was ist denn hier passiert?“ Die Stadtwerke hat sowohl für die alte als auch für die neu Wohnung Strom abgebucht, obwohl ich vor zwei Wochen den Stromanschluss gekündigt hatte. Ich hatte dann Mittwochmittag dort angerufen und habe erfahren das ich in den nächsten Tagen Post bekommen mit der Endabrechnung weswegen ich die Abbuchung auch nicht rückbuchen soll.

Unitymedia hatte sich etwas quer gestellt und war der Meinung ich müsse noch drei Monate Beiträge bezahlen trotz Sonderkündigungsrecht, doch nach dem gefühlten 20. Schreiben und zwei Telefonaten hatten wir es hin bekommen und der Vertrag wurde zum 30.6.15 gekündigt.

Die GEZ hat sich erneut gemeldet, es geht darum das ich für den Zeitraum September bis Dezember 2014 befreien lassen wollte, der Leistungsbescheid ging von Sep 14 bis Feb 15, ich habe diesen besagten Bescheid x-mal hingeschickt, doch er wird einfach nicht akzeptiert, nun habe ich gestern Post bekommen das es einen „vollstreckbaren Titel“ gäbe, die Summe beträgt zwar „nur“ 31 €, aber es geht mir ums Prinzip. Ich beziehe seit März 2013 ALG II und ich habe bei jeder Befreiung sämtliche Vorder- und Rückseiten mitgeschickt. Interessant finde ich in dem selben Schreiben ganz am Ende steht „Sonstige Informationen: Ihre Befreiung ist bis 2017 vorgemerkt“.

Die letzte behördliche Baustelle ist/war der LWL. Es gab sowohl ein Schreiben darüber das das Blindengeld erhöht wurde, da der LWL immer schnell ist *hust* wusste ich das schon drei Wochen vor dem Schreiben, gestern kam dann der Bewilligungsbescheid fürs betreute Wohnen, wie beantragt wurden 2,5 Stunden/Woche bis zum 31.1.15 bewilligt.

St. Franziskus, ILS, DAA, Hanse Berufskolleg, Lebenshilfe

Es ist kein Geheimnis das ich seit rund drei Jahren von A nach B, C usw. renne um eine neue Beschäftigung zu finden, dabei ist das AA/KJC keine große Hilfe. Ich hatte bereits an anderer Stelle berichtet das Im März diesen Jahres die Prüfung auf Erwerbstätigkeit gestartet wurde, ich finde es nach wie vor einen Witz das dies nach Aktenlage mit uralten Unterlagen gemacht wird. Es sind nun rund drei Monate ins Land gegangen, noch habe ich von der besagten Behörde nichts gehört.

Anfang des Jahres hatte ich mich im St. Franziskus Berufskolleg Hamm beworben um in einem dritten Anlauf noch einmal meinen Realschulabschluss zu erwerben und um mich danach auf dem allgemeinen Ausbildungsmarkt bewerben zu können. Aus welchen Gründen auch immer wurde ich jedoch abgelehnt. Die nächste Idee war dann ob ich nicht den besagten Abschluss über ILS nachholen könnte. Es gibt hierfür sogar Förderprogramme, also kontaktierte ich vor Kurzem meinen Fallmanager der mir dann mitteilte, er sei für mich nicht mehr zuständig, hat mein Anliegen dann an einen anderen Sachbearbeiter weiter geleitet, dieser sagte mir dann ebenfalls er sei nicht zuständig und teilte mir darüber hinaus noch mit das ich erst die Prüfung der Erwerbstätigkeit abwarten müsse, danach würde ich einen neuen bekommen und mit dem könnte ich meine berufliche Zukunft besprechen. Diese Idee hängt also nun in der Schwebe, natürlich könnte ich das privat machen und bezahlen doch erst einmal muss ich meine aufgelaufenen Schulden begleichen und die Küche in Stand setzen.

 

Bereits bei meinem Informationsgespräch beim St. Franziskus Berufskolleg wurde mir empfohlen mir das Angebot vom Hanse Berufskolleg in Lippstadt anzusehen. Die Internetseite dieses besagten Berufskollegs ist recht dürftig und unübersichtlich. Ich hatte bereits eine E-Mail hin geschrieben doch bedauerlicherweise nie eine Antwort bekommen. Gestern habe ich dann mal wieder geguckt bezüglich Anmeldefristen und was springt mir entgegen? Eine komplett überarbeite Seite mit ausführlicheren Informationen, so las ich unter Anderem dass man sich für das „Wintersemester“ bis zum 3.8.15 noch anmelden könnte. So kam mir wieder die Idee in den Sinn ob ich es nicht doch versuchen sollte mich dort zu bewerben.

 

Ebenfalls vor ein paar Tagen bin ich auf das Angebot der DAA gestoßen, dort wird unter Anderem eine Umschulung zur Kauffrau für Büromanagment angeboten. Ich hatte per E-Mail Kontakt aufgenommen, die zuständige Frau war sehr nett, ich hätte hier eigentlich am Montag einen Termin gehabt den ich, aber wie im voherigen Beitrag geschrieben nicht wahrnehmen konnte. Es wird in der nächsten Woche, aber einen neuen Termin geben. Und zum guten Schluss ist da noch die Sache mit der Lebenshilfe.

 

Bei dem Termin mit der Frau vom Gesundheitsamt wurde mir die Werkstatt für behinderte Menschen noch einmal „schmackhaft“ gemacht. Sicherlich ist es beruhigend wieder eine Beschäftigung zu haben und gleichzeitig in die Rente einzuzahlen um dann binnen 20 Jahren in Rente gehen zu können, aber die große Frage ist doch wie die Beschäftigung aussehen soll. Der größte Grund der mich dagegen sträubt ist eigentlich die Tatsache das dort größtenteils geistig behinderte sind, mit denen ich nicht zurechtkomme. Ein weiterer Grund ist das dass ganze halt Werkstatt heißt, würde es vielleicht „Unterstützte Arbeit“ oder ähnliches heißen hätte ich vielleicht nicht so ein großes Problem damit. Nun ist es, aber so dass es auch einen Bereich für psychisch kranke gibt. In Gesprächen mit F. und D. die beide in der Werkstatt sind und noch relativ fit sind, überlege ich nun doch ob ich mir das nicht doch einmal anschauen sollte und vielleicht doch ein Praktikum dort mache.

Ein schräger Montag

Wer kennt ihn nicht diesen berühmt berüchtigten Montag an dem alles schief geht was nur schiefg ehen kann?

Es fing damit an das ich bereits gegen 4:30 aus dem Bett fiel und nicht mehr schlafen konnte. Dachte ich mir gut haste noch nen bisschen Zeit und kannst in Ruhe deine Bewerbung fertig machen doch leider war dies zeitaufwändiger als ich dachte. Das Deckblatt und Anschreiben war beretis fertig gut dachte nbrauchste “nur” noch den Lebenslauf anhängen und das Zeugnis kopieren. Doch leider stellte sich heraus das der Lebenlauf nicht aktuell war.

Ich fügte also die Maßnahme ein und stellte dann fest das Ding ist zu lang, also musste ich da noch dran rum fuchteln. Dann ging es mit dem Zeugnis weiter, hatte es eingescannt und sah auch gut aus nur wie bekommt man ein Bild in PDF? Die Lösung war die Bilder pro Seite in Word einzufügen und das als PDF zu speichern.

Dann konnte ich endlich alles zusammen per E-Mail versenden, der Haken an der Geschichte war nur es war beretis nach 8:30 und somit musste ich mit dem nächsten Bus fahren und kam somit rund 45 Minuten später als geplant. DIe Maßnahem verging irgendwie und ich ging danach wie jeden Montag zum Kochen vom betreuten Wohnen rüber.

Leider muss ich sagen war es nicht so toll kann gar nicht mal begründen warum. Was ich ebenfalls nicht toll fand das ich mal wieder als Letzte neben bei erfuhr das Frau H. im Urlaub ist und als ich ihr ne SMS schrieb um danach zu fragen kam nur “Ja, bin bis 16.6 im Urlaub” na wundervoll dachte ich.

Gegen 15:20 war ich dann endlich zu Hause eigetnlich wollte ich mich noch mit J. treffen doch dafür war ich eindeutig zu platt, nicht umsonst hab ich den restlichen Tag mit schlafen verbracht.

Lesegerät

Am Mittwoch bevor ich mich in den  Regen wagte saß ich mit J., M. und ein paar anderen in unserem Seminarraum als Herr D. dazu kam und als ich gehen wollte meinte er dann “Wir sehen uns morgen” ich war total irritiert und meinte nur “Ich weiß noch von nichts” er dann nur “Dann wissen Sie  es jetzt, kommen Sie so gegen 11”. Fand ich nicht so prickelnd, weil ich eigentlich Hausarbeit und ausschlafen wollte, aber gut.

Ich machte mich pünktlich auf den Weg zum Bus und hatte auch noch reichlich Zeit als er fünf Minuten vor Abfahrt an mir vorbei rauschte, da ich nicht schonw ieder zu spät kommen wollte, schrieb ich meiner Mutter ne SMS und sie war son ett und brachte mich dorthin.

Urspürnglich wollte er eigetnlich die Liste mit den Integrationsunternehmen mit mir durch gehen was er schons eit drei Wochen machen will auch dieses Mal kam es nicht dazu (das war mir vorher schon bewusst). Er guckte sich meine Bewerbung die ich raus geschickt hatte noch mal an und war total begeistert.

Eigentlich hatte ich mich zwei Tage vorher dazu entschieden wirklich abzubrechen doch dann kam mir die Idee ob ich ihn nicht mal darauf ansprechen soll ob es während der Maßnahme die Möglichkeit geben würde ein Lesegerät zu bekommen.

Dies sprach ich an und er war sofort Feuer und FLamme. Man bedenke ich bin seit Anfang Januar dort und habe das Thema bestimmt schon zwanzig Mal angesprochen nunja der Herr braucht halt etwas länger :D. Auf jeden Fall der Ursprungsplan war das ich mich erkundigen sollte was es kostet sowetwas zu mieten.

Als ich mit einem Fuß schon im Treppenhaus stand sah Herr D., das Frau R. die Leierin im Haus ist und meinte ich soll mal einen Moment warten. Ich bekam das Gespräch zwar nur mit einem Ohr mit, aber es verlief wohl ganz positiv. Er kam dann wieder und meinte ich solle den Plan vergessen und er könnte mir noch nichts genaues sagen, aber Frau R. würde sich drum kümmern.

Tja was soll ich sagen? Ich bin gespannt ob sie sich wirklich drum kümmern und was aus der Geschichte wird. Den wenn das klappen sollte könnte ich sowohl aktiv am Englisch- als auch am Matheunterricht teilnehmen und ich könnte sogar die Stellenanazeigen ind er Zeitung kativ mit suchen. Das wäre doch schon ein großes Plus.

Ein warmer, kurzer Freitag

Das war er im warsten Sinne des Wortes. Alle paar Wochen/Monate werden in der Maßnahme Testreihen durch geführt das hat zur Folge diejenigen die daran nicht teilnehmen können etwas später kommen. So kam es dann das ich gegen 10 erst dort aufschlug.

Bis Herr D. gegen 10:30 kam konnte ich noch etwas von meinem Salat mapmfen, aufgrund des Wetters und ich denke auch mal, weil Freitag war hatten wir recht lockere Unterrichtsthemen und so kam es dann das er gegen 12:20 mit den anderen raus in den Park wollte.

Da warmes Wetter und in der Sonne liegen mal so gar nicht meins ist durfte ich eher nach Hause. Das tolle war ich bekam den Bus noch inkl. Anschlussbus und war somit insgesamt ne Stunde früher zu Hause und nicht nur das aufrund der Tatsache das er am Dienstag mit Teilnehmern unterwegs ist muss ich erst am Mittwoch wieder kommen.

Als Herr D: mit dem Unterricht begann ging die berühmt berüchtigte Anwesenheitsliste rum und M. half mir dann dabei am richtigen Ort zu unterschreiben, P. der neben ihr saß guckt auf das Blatt und meint “Du hast ne Schrift” Ich daraufhin “Ja, mach du mal die Augen zu und versuch zu Schreiben das würde bei dir genauso aussehen”. Herr D. dann daraufhin “Ja, das ändert sich ja bald alles” P. war total verwundert und meinte nur “Ja?, Ist Besserung in Sicht”. Der dachte bestimmt das man meine Seheinschräjnkung operieren könnte, aber D. und ich wussten insgeheim um was es geht.

Ebenfalls lustig war als ich von der Maßnahme Richtung Umsteigeort war und in den Bus einstieg bevor ich mich festhalten konnte fuhr der Bus bereits an. Ich streckte meine Arme reflexartig nach vorne um mich irgendwo abzufangen und klatsche dem Hern der dort saß herzhaft auf den Oberarm. Dieser war sehr tolerant.

Insgesamt muss ich sagen habe ich in denr letzten Zeit vermehr sehr hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Sei es die Frau die mir vor Tagen bei Backwerk mein Brötchen einpacken wollte, die geduldige Frau an der Supermarktkasse oder die Frau am Westentor die mein Kleingeld aufsammelte, weil es mir runter fiel.

Mo-Mi

Der Montag verlief wie jeden Montag um 9 angefangen, Stellenanezigen in der Zeitung gesucht, mit Frau K.-S. mittels Mind Map am Kochenbuch weitaer gearbeitet und um 13 Uhr hat M. mich abgeholt. Wie letzte Woche waren wir auch diese Woche wieder beim Chinesen essen =). Ich liebe ihre leichte verpeilte Art so kam es das wir auf einem Parkplatz standen und sie verzweifelt ihr Auto suchte. Es regnete immer mal wieder wie in den vergangenen Tagen. Und, weil mein Bus erst eine halbe Stunde später gefahren wäre hat sie mich nach Hause gerbacht.

Am Dienstag sollte ich erst um 10 kommen dafür, aber auch bis 14 Uhr blieben, weil Herr D. mit mir ein paar Dinge besprechen wollte und seine Worte waren am Montag “Morgen nehme ich mir Zeit für Sie und lasse mich auch durch nichts stören”, leider kam es mal wieder anders.

Da die anderen Dienstag Nachmittag Sport haben sind sie beretis gegen 13:30 rüber gegangen/gefahren so das ich alleine dort rum saß. Gegen 14 Uhr haben wir dann endlich angefangen, dann ging das Telefon, dann kam eine Kollegin usw. Gegen 14:45 meinte er dann “Den Rest machen wir dann Morgen”. So war ich erst gegen 15 Uhr an der Bushaltestelle und war einfach nur angenervt. Hatte Hunger, es regnete seit Tagen und ich wollte eigetnlich noch einkaufen.

So kam es das ich erst Essen war, den nächsten Bus nahm und drei Kreuze machte als ich zu Hause war, Mama war so nett und hat mir etwas zu Essen vorbei gebracht.

Am Mittwoch wollte er ja den Rest besprechen da er am Vormittag mit den TEilenherm erst zum Friseur und dann zum Fotografen wollte sollte ich erst um 13:30 kommen, leider waren die Regentropfen so groß das ich einen Bus später nahm und erst um 13:50 da war. Wieder warten, rum sitzen das Übliche, aber immerhin konnten wir meine Bewerbung besprechen.

Aufgrund des Jubiläums vom Süd- und Ostring haben die Teilnehmer heute frei da der Verein am Ringfest teilnimmt.

Erwähnen möchte ich noch folgende Situation:

Am Dienstag als Herr D. sagte das ich am besagten Mittwoch um 13:30 kommen soll meinte ich “Morgen komme ich dann auch pünktlich” Er: “Sie sind doch immer pünktlich” meine Reaktion “Natürlich, ich war heute auch nur ne Stunde zu spät”.