Ein langer, müder Montag

Ursprünglich war ich mit meiner Betreuerin, an diesem frühen, sonnigen Montagmorgen bei meiner Hausärztin, zur Quartalsuntersuchung, doch es kam dann anders. Die Ärztin las sich den Arztbrief aus dem Krankenhaus durch, guckte mich an und meinte „Haben die überhaupt etwas mit Ihnen gemacht?“, „Ja, ich habe zwei Blutkonserven erhalten und bei der Visite am nächsten Morgen hieß es dann, das ich die Konserven gut vertragen habe und alles weitere ambulant gemacht wird“. Statt der Blutabnahme hab ich dann eine Eiseninflusion erhalten und erfahren, dass ich diese nun sechs Wochen lang, jede Woche erhalte.

Mir ist die Notwendigkeit der Behandlung schon bewusst, aber bei mir ist es jedes Mal aufs Neue schwierig eine Vene zu finden, noch dazu finde ich Zugang legen relativ ekelig. Frau Doktor lies es sich nicht nehmen, die Nadel an diesem Morgen selbst zu legen, die Influsion lief circa 20 Minuten. Ich bekam dann ein Rezept für die restlichen Influsionen, fuhr nach Hause und frühstückte erstmal, denn für gewöhnlich bin ich bei Blutabnahme nüchtern. Nach dem Frühstück hatte ich dann noch eineinhalb Stunden geschlafen und dann holte meine Mutter mich für den nächsten Arzttermin ab.

Ich fühlte mich seit Tagen dank des schwankenden Wetters völlig matschig, so auch nach dem kurzen Schlaf. Wir fuhren durch die halbe Stadt zur Frauenärztin. Der Termin dort dauerte nur ein paar Minuten. Sie gab mir ein Rezept für Hormontabletten und erklärte mir noch wie ich die einnehmen soll. Von dort aus fuhren wir zum Center, das sich in meiner Nähe befindet. Lösten dort die Rezepte ein und, weil so gutes Wetter war, saßen wir uns in die Eisdiele. Mir ist schon bewusst das Eis für Diabetiker nicht das Beste ist, aber bei allen Dingen versuche ich einen Kompromiss zu finden, um den Kohlenhydrate- und Zuckergehalt so gering wie möglich zu halten.

Von dort aus ging es dann nach Hause, ich ruhrte mich erneut eineinhalb Stunden aus und machte mich dann auf den Weg zur Trommelgruppe. Aufgrund dessen das ich nach den Blutkonserven wieder mehr Apetitt hatte machte das Essen mit den Anderen auch mehr Spaß. Ich kann gar nicht genau sagen, wie es dazu kam, aber an diesem Montagabend traute ich mich das erste Mal bei einem Stück mitzusingen und nahm mir vor, bis zum Auftritt am Samstag, den Text des Liedes zu lernen. Leider war die Kombination aus Wetter, Ärzten und Schlafmangel zu viel und ich hatte irgendwann keine Konzentration mehr und fuhr deswegen früher nach Hause.

Eigentlich wollte ich mir nur meine Medikamente einwerfen, etwas essen und dann schlafen, doch der Beipaackzettel der neuen Tabletten lies mich nicht los. Nach dem ich die Nebenwirkungen überflogen hatte, stellte ich fest das die relativ harmlos sind und nahm daraufhin die erste Tablette. Owbohl ich so absolut müde war hat es dann doch circa drei Stunden gedauert bis ich endgültig eingeschlafen bin.

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