24 Stunden Krankenhaus

Anfang der Woche war ich mit meiner Mutter bei der Hausärztin, weil ich neue Eisentabletten haben wollte. Die Hausärztin hatte zur Sicherheit Blut abgenommen und rief mich am Mittwochmorgen an um mir mitzuteilen das meine Blutwerte so schlecht sind das ich bitte ins Krankenhaus fahren soll. Dies war natürlich ein Schock für mich, ich rief meine Mutter an, wusch mir die Haare und packte ein paar Harbseligkeiten ein. Als wir im Krankenhaus ankam ging die Rennerei los. Wir hatten zwar eine Einweisung, aber keiner wusste so recht wohin mit mir.

Da die Blutarmut durch übermäßige Blutungen ausgelöst wurden, wurden wir zur gyn. Ambulanz weitergeleitet, dort trafen wir auf N., die zufälligerweise gerade Dienst hatte. Nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt wurde klar, das es kein gyn Problem ist und deswegen wurden wir weiter zur zentralen Notaufnahme (ZNA) weiter geleitet. Die Wartezeit hielt sich in Grenzen. Der Pfleger misste Blutdruck und machte ein EKG, während die Ärztin die Medikamente, die vorhandenen Diagnosen und die derzeitige gesundheitliche Situation erfasste.

Nach dem ich ihr alle Medikamente nannte, wollte sie die Vorerrkankungen wissen, ich guckte meine Mutter an, weil ich mir unsicher war, was ich angeben soll und sie nannte ein paar Dinge u. A. auch das Syndrom woraufhin die Ärztin meinte „Sie sind noch so jung und sind eigentlich viel zu schwer“, ich erklärte ihr dann, das es sich bei meiner Erkrankung um eine Stoffwechselstörung handelt und es deswegen zu Gewichtsproblemen kommt, ich in letzter Zeit, aber 15kg abgenommen habe und abgesehen von normalen Schwankungen, mein Gewicht halte.

Der besagte Pfleger hat mir gefühlte zehn Röhrchen Blut abgenommen und wir saßen dann noch mal circa 30-45 Minuten im Wartebereich, weil sie erst ein freies Bett für mich finden mussten. Nach rund zwei Stunden kam ich dann auf der selben Station, wie im vergangenen November an. Aufgrund der Tatsache das ich in der vergangenen Zeit Probleme mit dem Essen hatte, stellte ich fest das ich rund 12 Stunden nichts mehr gegessen hatte, dementsprechend hoch war auch der Blutzucker. Meine Mutter sprach mit der Schwester und ich erhielt etwas zu Essen, auch wenn das nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen hat, es hat gereicht um den Magen ruhig zu stellen und meine Medikamente zu nehmen.

Gegen Nachmittag hatte man mir dann die Blutkonserven angehängt und die liefen circa zwei Stunden insgesamt. Im Gegensatz zum letzten Mal erhielt ich dieses Mal  eine Zimmernachbarin. Erst war ich etwas skeptisch, aber es lief erstaunlich gut mit uns beiden. Sie war in der 35. SSW schwanger und lag zur Beobachtung wegen zu hohem Blutdurck auf Station. Von fast jeder zweiten Schwester hörte ich „Waren Sie nicht schon mal hier?“, am besten war, aber die Nachtschwester, die kannte mich vom letzten Mal noch sehr gut und hat mir direkt Bedarf zum Schlafen angeboten.

Ich habe meine Zimmernachbarin beneidet, die ist innerhalb von fünf Minuten eingeschlafen und hat die halbe Station abgesägt, kurioserweise konnte ich dadurch ein wenig schlafen. Am besagten Mittwochvormittag als wir im Krankenhaus ankamen, wurde an allen Ecken des Krankenhauses gearbeitet und es waren auch nur 2/3 aller Aufzüge im Betrieb. Dieses Mal hatte ich das Glück dass das Klo nicht defekt war, aber dafür hat jedes Mal, wenn jemand auf der Toilette war unser Waschbecken auf dem Zimmer sehr laut gegluckert. Im ersten Anlauf hab ich das Klo natürlich nicht gefunden, hatte erst überlegt bei den Schwestern zu fragen und hab mich dann in den frühen Morgenstunden doch noch mal getraut und es dann geschafft, blöderweise stand mir meine Panik im Weg und ich bin nach der halben/dreiviertel Leerung wieder von der Schüssel gehüpft. Wie auch im November war es dieses Mal so, das die Sonne auf der Seite aufgeht wo sich die Zimmer befinden.

Die meisten würden sich über Sonnnenschein am Morgen freuen, nicht nur das die mich ziemlich geblendet hat sondern sie hat kurioserweise auch meine Panik angestubst. Gegen sieben Uhr kam dann die erste Schwester und bedauerlicherweise war die sehr dynamisch, damit hatten J. und ich sehr zu kämpfen. Nach Blutdurck-, Temperatur- und Blutzucker messen wurde uns beiden dann verkündet das wir zunächst nüchtern bleiben müssen. In den nächsten eineinhalb Stunden wurde J. in den Kreissaal zum CTG gebeten und ich hatte Visite, in der ich erfuhr das die aussage einer Schwester das ich zur Gastro sollte, ein Missverständnis war, darüber war ich sehr erleichtert.

Sie haben mir mitgeteilt das ich die Blutkonserven gut vertragen habe und ich deswegen heute entlassen werden kann. Man hat mir, aber auch mitgeteilt das ich neben dem Ferro Sanol weiterhin regelmäßig über die Hausärztin Eisen intravenös erhalten müsse. Meine Mutter wollte im Laufe des Vormittags mit frischen Sachen kommen, also benachrichtigte ich sie das sie mich, wenn sie kommt mitnehmen darf. Sehr amüsant fand ich auch das besagte, dynamische Schwester beim Blutzurkcer messen meinte „140 nüchtern ist okay. Sie werden ja nur mit Tabletten behandelt“, im Gegensatz dazu meinte die Aufnahmeärztin meine Dosis sei mit 3x 500mg für mein Alter viel zu viel.

Während ich auf das Frühstück gewartet hatte, hatte ich meine wenigen Harbseligkeiten bereits eingepackt. Als ich mit dem Frühstück fertig war, kam die Schwester und wollte mein Bett haben, hat sie auch bekommen, kurz danach kam meine Mutter schon. Wir bekamen die Entlassungspapeire und mir wurden noch die Zugangsnadeln gezogen und dann konnten wir die Sation verlassen. In der nächsten Woche hab ich dann die Quartalsuntersuchung bei der Hausärhztin, den Termin zur Besprechung der Hormontherapie bei der Frauenärztin und eine Termin beim Ergotherapeuten. Sollte der Auftritt am kommenden Samstag doch stattfinden, ist der Samstag dann auch schon belegt.

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