Le Fete No. 16 & 1. Hammer Veggie-Cityfest

Vor ca. zwei Wochen hatte ich in den Kommentaren von wa online gelesen das es am letzten Augustwochenende das erste Veggie-Cityfest stattfinden sollte und heute war es dann soweit. Da das Veggiefest am Bahnhof stattfinden sollte schaute ich auf der Seite der Stadtwerke ob und wo eine Umleitung besteht und sah dann „Busumleitung wegen La Fete“, an keiner anderen Stelle wurde auf dieses Ereignis hingewiesen, das Programmheft hab ich lediglich auf der Internetseite vom Martin-Luther-Virtel gefunden. Da ich auf Nummer sicher gehen wollte trafen Sally und ich uns vor dem Extrablatt doch bevor ich dort ankam passierte noch etwas unglaubliches.

Drei Haltestelle von meinem zu Hause entfernt befindet sich eine zentrale Einrichtung für Flüchtlinge weswegen ich öfter im Bus auf welche treffe so auch heute Morgen, es standen ca. 10 Leute an der Bushaltestelle, eine junge Frau fragte auf Englisch was das Ticket kostet, der Busfahrer hatte sie verstanden und wollte auf Deutsch antworten, sie bat ihn Englisch zu sprechen, das Ganze hat gute fünf Minuten gedauert bis sie es geschafft hatten zwei Tageskarten für zehn Leute zu kaufen. Zu guter letz hat der Busfahrer sie noch angeraunzt das er wegen ihr nun sieben Minuten Verspätung hat.

In Zukunft wäre es vielleicht leichter wenn man die Busfahrer mit den wichtigsten Sätzen auf Englisch versorgen. Als ich aus dem Bus ausstieg lief ich noch ein paar Meter mit einer Frau am Rollator, bis ich mit meinem Stock gegen die Laterne kam und sie meinte „Vorsicht“, ich musste grinsen sie dann weiter „Sie können das gut mit dem Stock“, „Ja, es ist alles Übungsache“, „Sind sie ganz blind?“, „Nein, ein bisschen sehe ich noch“, holte Geld und traf dann auf Sally.

Wir liefen dann zu erst zu La Fete, tranken Limo, lauschten der Musik und kauften Schokoladenfrüchte und zogen von Stand zu Stand, große Aufmerksamkeit bekam der Schmuckstand. Die hatten dort wirklich tolle Ketten und Armbänder und auch mein Magnet war aktiv denn auf einmal merkte ich wie mich jemand berührte, ich drehte mich um, weil ich dachte das es jemand bekanntes sei der auf sich aufmerksam machen wollte, nein es war ein älter Herr, das hab ich auch noch nicht erlebt. Wir zogen weiter Richtung Bahnhof, am Westentor machten wir einen Stopp, weil Sally Geld brauchte, während ich auf ihre Schokofrüchte aufpasste und draußen wartete traf ich auf Herrn R. und Frau S. unsere ehemaligen Nachbarn, die treffe ich immer mal wieder in der Stadt, süß ist, jedes Mal wenn wir uns treffen kommt als erste die Frage „Kennen Sie mich noch?“, am liebsten würde ich antworten „Bei Ihrer unverkennbaren Stimme kann man Sie nicht vergessen“.

Als wir am Bahnhof ankamen waren wir über die doch große Anzahl an Ständen überrascht. Es gab Informationsstände von z. B. Greenpeace oder Aufklärung über Tierversuche für Medikamente, aber auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Ich habe meinen ersten veganen Bienenstich und Lamacun gegessen, es war interessant, aber ich werde dem Fleisch nicht den Rücken kehren ;). Auch hier schlug mein Magnet ein zweites Mal zu, als Sally und ich unseren Kuchen aßen, gesellte sich eine ältere Dame zu uns und wir kamen ins Plaudern, wir waren fertig, standen auf, nahmen unser Gepäck und Müll und wollten weiter ziehen, da drückt die ältere Frau uns beiden 5 € in die Hand mit den Worten „Holt euch was zu trinken und habt Spaß“.

Sally hatte erst Bedenken und auch ich wusste nicht so recht welche Reaktion angemessen gewesen wäre, aber wir haben es dann doch angenommen, aber wir fanden es beide schräg. Aufgrund der Tatsache das es kaum Schatten bzw. Unterstellmöglichkeit gab scheinte uns die pralle Sonne auf den Kopf was wir beide nicht so gut vertragen hatten. Nach rund drei Stunden haben wir uns auf den Heimweg gemacht, als ich zu Hause ankam brauchte mein Kreislauf erst mal 1,5 Liter Wasser, Schatten und drei Stunden Schlaf um sich wieder zu erden.

Als ich wieder wach wurde musste ich leider feststellen dass ich einen riesigen Sonnenbrand an Nacken und beiden Schultern hatte, die restlichen Stellen wie Gesicht, Dekolletee und Co sind lange nicht so schmerzhaft vielleicht, weil diese Stellen nicht so oft bewegt werden. Auf der offiziellen Facebookseite zum Veggie-Cityfest habe ich schon gelesen dass es eine zweite Auflage geben wird, wir werden bestimmt wieder dabei sein.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.