Mittagstisch & 1. Geburtstag vom Großcousin

Am Montagmorgen rief J. mich an um mir mitzuteilen das der Termin ausfällt das sie uns dafür am nächsten Tag zum Mittagstisch einladen würde. Da ich mal wieder kaum geschlafen hatte, hatte ich den Wecker nicht gehört und verpennt, ich war um Punkt 11 Uhr in der Stadt bzw. eine Straße vor dem Ziel wo ich meinen Termin hatte. Zu meiner linken war eine riesen Baustelle und zu meiner rechten das Arbeitsamt und Gefängnis, da meine Mutter sich gut auskennt rief ich sie erst mal an und bat sie um Hilfe, ich lief den Weg den sie mir erklärte doch ich fand mein Ziel nicht.

 

Ich bin eine halbe Stunde im Kreis gelaufen, ich hab unterwegs sogar zwei Hinweisschilder mit dem Ziel gelesen, irgendwann bin ich dann am Finanzamt raus gekommen und hab verzweifelt aufgegeben. Gott sei Dank stand an der Stelle wo ich heraus kam eine Bank, ich brauchte erst mal eine Pause. Laufen in den neuen Schuhen, unter Zeitdruck in einer fremden Umgebung war doch sehr anstrengend und dann kamen noch mehr Baustellen, die bei mir orientierungsmäßig einen Knoten im Hirn verursachten, ich hatte große Mühe dort wieder weg und in die Stadt zurück zu finden.

Da ich vor Aufregung nicht gefrühstückt hatte und noch Zeit hatte bis zum Termin mit J. holte ich mir bei Kaisers zwei belegte Brötchen und saß auf einer Parkbank in Richtung Betreeungsbüro. Um 12:40 kam ich dann am Betreeungsbüro an wo B. schon dort war, wir wurden von einer Mitarbeiterin rein gelassen, tranken zusammen einen Kaffee und wurden dann von J. abgeholt. Wir fuhren zum Mittagstisch wo wir dann noch auf ein paar Leute gewartet haben, weil ich meine Lupe nicht fand war J. so nett mir die Karte vorzulesen. Nach dem Essen saßen wir dann noch zusammen und plauderten,

J. und D. wollten noch einkaufen und baten mir an mit zu kommen da ich, aber total blank war musste ich leider ablehnen, aber immerhin hat sie mich nach Hause gebracht. Den ich habe ihr beim letzten Mal gesagt das ich das mit dem Bus nicht noch mal mache, ich kann zwar jetzt durch fahren bis nach Hause, aber die Strecke bleibt eine halbe Weltreise.

Am nächsten Tag hatte mein Großcousin seinen ersten Geburtstag. D., Mama und ich hatten uns für die Geschenke zusammen getan, D. war so nett und hat die Geschenke besorgt. Erst hatte ich keine Lust mit zu fahren, aber ich dachte mir „Du hast dich schon vor der Taufe gedrückt und andere Familienfeiern, dann fahr jetzt mit“, also biss ich in den sauren Apfel. Da in den vergangen Tagen Bauarbeiten an dem Loch von dem Rohrbruch vorgenommen wurden konnte man in der Straße noch schlechter parken als sonst, also schrieb ich D. ne Nachricht dass sie am Bäcker auf mich warten soll.

Zu meiner großen Überraschung fuhr meine Cousine, die vor kurzem ihren Führerschein gemacht hatte. Von mir aus fuhren wir zu meiner Mutter. Dort tauschten mein Cousin und meine Mutter die Plätze. P. fuhr zusammen mit M. auf dem Roller und meine Mutter fuhr bei uns mit, so fuhren wir als Karavane durch halt Hamm. Wie zu erwarten waren viele Leute vorhanden und neben meinem Großcousin noch zwei weitere kleine Kinder, mir war das alles viel zu viel, aber immerhin war meine Schwester so nett und hat mich mit Kuchen und Getränken versorgt, nach gut zwei Stunden haben wir uns dann wieder vom Acker gemacht.

Es ist so unfassbar, wie schnell die „Kleinen“ groß werden, neben meiner Cousine im Auto zu sitzen und sie fahren zu sehen war ein sehr komisches Gefühl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.