Verkaufsoffener Sonntag

Nach dem mir T. eine Woche zuvor, die Haare geschnitten hatte, fehlte noch die Haarfarbe, eigentlich wollte ich die mit meiner Mutter besorgen, doch wir schafften es nicht mehr. Also war ich so mutig und machte mich am Sonntag auf den Weg. Ich wollte einfach testen, wo meine Grenzen sind und so ging ich langsam und vorsichtig zur Bushaltestelle, fuhr bis zum Westentor und ging zu Rossmann. Gott sei Dank war es sowohl in der Stadt selber als auch bei Rossmann selber nicht so voll. Ich fand meine Haarfarbe, doch das Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder hatten sie leider nicht mehr.

Gerne hätte ich mir auf dem Weihnachtsmarkt, noch einen Crépe geholt, doch ich brauchte noch Kräfte für den Rückweg. Da es regnete und ziemlich dämmerig war, wollte ich nur nach Hause und nahm deswegen den erst besten Bus der kam, doch leider hatte der zur Folge dass ich einen längeren Fußweg hatte. Auf der letzten Hälfte merkte ich, wie meine Beine immer mehr nachgaben und dann stand ich endlich vor der Haustür und dachte „Scheiße, wie komm ich jetzt die Treppe hoch?“, ich hab mich dann am Geländer festgehalten und auf meinen Blindenstock aufgestützt.

Nach diesem kleinen Ausflug bin ich nur noch aufs Sofa gefallen und war absolut fertig. Ein Stück weit war ich auch stolz auf mich, das ich etwas gewagt und geschafft habe.

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