Neuneinhalb Wochen

sind nun schon vergangen seit dem ich mit der Maßnahme begonnen habe. Auf der einen Seite fragtman sich wo die Zeit geblieben ist auf der anderen ist nicht wirklich viel dabei herum gekommen.

Das “normale” Programm besteht aus Deutsch, Mathe, Fachkenntnisvermittlung, Theaterpädagogik, Stellensuche und Bewerbungstraining/Umgang mit dem PC.

Ich finde es nach wie vor toll das sowohl Herr D. vom vkm als auch Herr E. mein Fallmanager vom JobCenter so flexbibel sind und mit ziehen. Nach wie vor ist es so das ich erst um 9 Uhr anfange und nach vier Stunden wieder gehe. Das mag für den einen oder anderen nach Luxus klingen, aber man darf nun mal nicht vergessen das ich a) zwei Jahre arbeitslos war und b) neben meiner Seheinschränkung psychisch krank bin.

Am Mittwoch hatte ich ein Gespräch mit Herrn D. wo es um die Job- und Pratikasuche ging. Ich hatte eine Stelenanazeige gefunden und dafür eine Bewerbung geschrieben und wollte nun seine Meinung dazu hören, darüber hinaus hab ich ihm noch meine Übersicht der Betriebe gezeigt in denen ich gerne ein Prkatikum machen möchte.

In diesem Zusammenahng fande ich es sehr amüsant das er mich allen ernstes fragte ob ich den ein Telefon bedienen könnte. Ich hab ihm dann sachlich und ernst erklärt das auf jedem Telefon sich in der Mitte eine Taste mit einer Mrkierung befindet an hand derer man sich orientieren kann.

Ich würde mich sehr freuen wenn das mit dem Job klappen würde nicht nur, weil ich dann vom Amt weg komme sondern, weil diese Stele eigentlich alle beinhatet was ich suche. Das Unternehmen legt großen Wert auf ein gutes Betriebsklima, hat christlich-soziale Wurzeln, bietet festes Gehalt und ist eine Teilzeitstelle mit 30 oder 35 Stunden. Mir kommt es auf das Geld nicht unbedingt an. Ich bin ein sparsamer Mensch und ich habe als Bonus immer noch das Blindengeld.

Zum guten Schluss noch eine Sache: Auch wenn die technischen Hilfsmittel schon sehr umfangreich sind und die fehlende Sehkraft gut ersetzen kann gibt es etliche Dinge die einfach nicht gehen. So ist es immer noch so das ich z. B. meine Schwester darum beneide das sie bald einen Führerschein macht, das sie viele soziale Kontakte hat, das sie gerade ihr Abitur macht usw.

Ich hatte vor ein paar Tagen beim Einkaufen wieder ein Erlebnis was mir wieder verdeutlichte das meine Welt doch nicht so normal wie der anderen ist. Es ging dazum das in der vergangen Woche Pringles im angebot waren. Nun ist/war es aber so das sich diese Rollen auf einem Stände befanden und eigentlich sich an den Farben erkennen lassen doch ich musste festestellen die sahen für mich alle gleich aus.

Als musste ich jede einzelene Role abscannen und hatte Glück das gleich die zweite die Sorte war die ich suchte. Natürlich bin ich über meine Hilfsmittel froh, aber auf der anderen Seite ist es auch frustrierend das so ein kleiner normaler Handgriff mit so einem Aufwand verbunden ist.

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