Dunkeltraining am neuen Standort

Bei einem Menschen mit Seheinschränkung ist es sowohl wichtig die bekannten Wege zu üben als auch bei Veränderungen neue Wege zu lernen. In der Regel mache ich das mit meiner Mutter zusammen, dieses Mal kam es etwas anders. Ich wohne nun rund zwei Monate hier und der Vorteil ist das ich mit meiner Mutter und Schwester bereits eine Weile in der Nähe gewohnt habe und somit die Umgebung nicht komplett fremd ist. In der Regel gehe ich zu Fuß zum Einkaufen und auf diesem Weg prägt man sich wichtige Dinge wie z. B. unebene Gehwegplatten u. Ä ein.

Nun ist es seit zwei Tagen wieder so warm das es mir tagsüber zu warm für irgendwelche Aktivitäten ist, doch bedauerlicherweise ist der Kühlschrank leer, also raffte ich mich um 20:40 auf und ging in Richtung Center. Bereits auf dem Hinweg hatte ich etwas bammel, weil es für meine Verhältnisse schon recht dämmerig war, doch als ich rund eine halbe Stunde später wieder aus dem Laden heraus kam war es für meine Äuglein schon dunkel. Ich dachte mir „Augen zu und durch“, ich bin lange genug darum gekommen im Dunkeln unterwegs zu sein einfach, weil es drei Mal so anstrengend ist, weil man eben nur noch die Füße hat.

Abgesehen von der Tatsache dass ich im ersten Anlauf an dem Tor vorbei gelaufen bin ist alles reibungslos verlaufen. Als ich wieder zu Hause war schrieb ich dann meiner Mutter das ich noch kurz einkaufen war und sie meinte nur „Brauchtest du einen Nervenkitzel?“, ne nur einen vollen Kühlschrank =).

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