Blind wohnen

Meistens ist es beim Warten auf den Bus oder auf der Busfahrt selbst das ich mit Menschen ins Gespräch komme. Sehr oft erlebe ich dabei das diese Menschen große Augen machen und total überrascht darüber sind das man als blinder Mensch alleine wohnt.

Ich wohne in einer „normalen“ zweieinhalb Zimmerwohnung, der Unterschied zwischen sehenden und blinden ist gar nicht so groß. Zur zusätzlichen Beleuchtung habe ich sowohl in der Küche als auch im Wohnzimmer eine Tageslichtlampe. Dies ist ein besonderes und helleres Licht als bei normalen Lampen. Darüber hinaus steht auf dem Schreibtisch ein Bildschirmlesegerät. Hiermiet ist es mir möglich sowohl die Post zu bearbeiten als auch sonstige Texte wie z. B. Bücher, Zubereitungsanweisungen auf Verpackungen ect lesen. Zur besseren Orientierung und Raumaufteilung liegt zwischen dem Wohn- und Arbeitsbereich ein Teppich.

In der Küche habe ich sowohl am Backofen als auch am Herd Markierungspunkte. Ich habe ein Induktionskochfeld dies ist sehr gefahrensarm. Durch das Lebenspraktische Fertigkeitentraining (LPF) und der Kocherfahrung führen dazu das ich inzwischen ein gutes Gefühl fürs zubereiten.

Putzen und Wäsche waschen ist systematisch. Die Wäsche sortiere ich mit einem Farberkennungsgerät.

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