Ein produktiver Freitag

Das war er wirklich. Nach dem M. zwei Wochen Urlaub hatte, hatten wir am Montag schon ein paar Dinge beim Trommeln besprochen, aber halt nicht das wesentliche. Am Vortag hatte ich aufgrund der extremen Wärme und meiner Monatsblutung, ziemlich große Probleme mit dem Kreislauf und hatte M. deswegen eine SMS geschrieben, das wenn es mir Freitag nicht besser geht, wir die Influsion absagen müssen. Doch bereits ein paar Stunden später, gab es ein Gewitter und dadurch wurde es wesentlich kühler und meinem Kreislauf ging es schon wieder viel besser.

Wie vereinbart kam sie am Freitag morgen und wir fuhren zum Hausarzt. Die Sprechstundenhilfe guckte mich mit großen Augen an, als ich vor ihr stand und nach der Influsion verlangte. Tut mir ja leid, aber ich bin davon ausgegangen das es nach dem Urlaub weiter geht. Wir saßen noch ein paar Minuten im Wartezimmer und dann ging es los. Wie so oft war es auch an diesem Morgen, ein Krampf überhaupt eine Vene zu finden, dann hatte er eine, diese war aber recht klein. Er hatte die Nadel drin, drehte die Influsion auf und wir mussten feststellen das die Influsion daneben läuft, also wieder zu drehen, Nadel raus, Tupfer drauf und die nächste gesucht. Im zweiten Anlauf wurde er dann am Handgelenk fündig und dieses Mal klappte es.

Abgesehen von extremen Schlafmangel war, aber sonst alles in Ordnung. Normalerweise bin ich bei seiner Frau in Behandlung, abr an diesem Freitagmorgen war nur er da. Er erkundigte sich, ob ich inzwischen bei der Frauenärztin war und wie die derzeitige Behandlung aussieht und meinte noch „Als wir uns das erste Mal gesehen haben, sahen Sie nicht aus, als wenn Sie lange nicht mehr in der Sonne waren sondern das irgendetwas mit Ihnen nicht stimmt“. Ebenfalls hat er meine Hoffnung darauf zerstört, ab nächster Woche die Influsion los zu sein.

Mein Problem ist nicht nur der niedrige Hb-Wert sondern auch das Speichereisen. Der Hb-Wert springt zwar auf die Tabletten an, aber das Speichereisen braucht scheinbar die Influsionen und er teilte mir mit, das eine gesunde Frau einen Speicherwert von 20-100 hat, Anfang Mai war ich gerade einmal bei unter 5. Ich kann also seine Beweggründe verstehen, wenn er mir dazu rät, die Influsionen weiter zu nehmen. Nichts desto trotz werde ich nächste Woche noch einmal mit seiner Frau darüber sprechen. Merkwürdig fande ich es auch, dass er es nicht notwenig findet, nach den Blutkonserven und den Influsionen, neue Blutwerte zu erheben.

Nach diesem Adrenalinschub am Morgen brauchte ich erst einmal etwas anderes, als mein Chaos zu Hause. Eigentlich wollten M. und ich uns in der Eisdiele am Center niedr lassen, aber der Parkplatz war so rappelvoll, das wir uns dagegen entschieden. Auf dem Weg in die Innenstadt, fuhren wir am Uni-Quartier vorbei und ließen uns dort im Café nieder. Da ich mit meinem neuen Handy noch nicht ganz vertraut bin, bat ich Sally, mir die Nummer unserer Ergotherapiepraxis zu geben. Auf dem Weg von dort zurück zum Center, um noch ein bisschen einzu kaufen, rief ich also im Therapiezentrum an und machte für nächste Woche einen Termin aus.

Lsutig finde ich übrigens das die Bedienung im Supermarkt um die Ecke inzwischen meine Gewohnheiten kennt. So hat mich z. B. die Bäckerin darauf aufmreksam gemacht das sie im Sommer keine Waren mit Pudding oder ähnliches verkauft, aber sie mir Bescheid sagt, wenn sie wieder welche haben. Vielleicht sollte ich das nächste Woche mal testen und sagen „Wie immer“. Es ist für mich einfach toll, das es Menschen/Peersonal gibt, das auf Menschen mit Behinderung rücksicht nehmen und dazu führt das ein selbstständiger Einkauf möglich ist.

Sally hatte bereits vor ein paar Tagen gefragt, ob wir uns mal wieder sehen, aber wir hattn es aufgrund der Hitze immer wieder verschoben. Nach dem ich mich von dem Termin mit M. erholt hatte, machte ich mich am Abend auf den Weg in die Innenstadt. Obwohl A. mich sehr lange nicht mehr gesehen hatte, hat sie mich wieder erkannt und ließ sich erst einmal ausgiebig knuddeln und kraulen. Wir hatten bei gutem Wetter einen schönen Abend, es war ungewohnt, zehn Uhr abends im Bus zu sitzen. Ich war keine halbe Stunde zu Hause, da bin ich direkt eingeschlafen und hab erst einmal vier Stunden geschlafen.

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