Pfingsten

Meine Mutter war vor ein paar Tagen nach längerer Abwesenheit hier und schlug vor an Pfingsten etwas gemeinsam zu machen. So schrieb sie mir Sonntagmorgen „Lust auf Röstiauflauf?“, „Da kann ich doch nicht nein sagen“. So schlief ich noch ein bisschen und fing gegen 15 Uhr an mich fertig zu machen, da ich noch sehr viel Zeit hatte trödelte ich herum was dann zur Folge hatte das ich zum Bus rennen musste, was ich eigentlich vermeiden wollte. Der Bus hatte wie sollte es anders sein Verspätung.

Kurz vor dem Haus in dem meine Mutter wohnt sah ich das ein Auto in zweiter Reihe parkte somit wusste ich dass L. auch da war. Ich stand vor der Tür und klingelte, er stand im Flur, weil der Fahrdienst jeden Moment kam und freute sich mich zu sehen. Bei unserem letzten Treffen hat er sich von mir mit einem „Tschüss O.“ verabredetet, das fand ich schon total niedlich, aber es gibt noch eine Steigerung: Dieses Mal war es ein „Auf Widersehen“.

Bereits vor einigen Monaten hatte meine Mutter mir berichtet dass man nach über 20 Jahren endlich die Gehirnkrämpfe in den Griff bekommen hat und somit auch die Medikamente runter fahren möchte. Es ist zwar möglich das die gesundere Gehirnhälfte Funktionen von der anderen Hälfte übernimmt, aber nach solch einem langen Zeitraum und mit Schäden an beiden Hälften mit Therapie noch so viel herauszubekommen, erstaunt mich immer wieder.

Nach dem Essen hatte A. mich nach Hause gebracht und da es abends und ein Feiertag war, war die Parkplatzsituation wie immer beengt. Er hielt auf dem Rettungsparkplatz (direkt vor dem Haus) und meinte „Wenn du jetzt einen Salto machst, müsste ich schon lachen“, woraufhin ich nur meinte „Dann haben wir einen Rollmops“. Rollmops deswegen, weil ein Blindfisch, eine Rolle vorwärts macht.

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