Jahresrückblick 2014 Jan-Mai

Wie jedes Jahr gibt es ihn auch dieses Jahr, den Jahresrückblick

Fühlbare Geldscheine
Als Sally und ich Anfang des Jahres im Westened waren und nach dem Essen zahlen wollten fragte mich die Kellnerin ob die
Geldscheine Blindenschrift hätten, leider ist dies noch nicht der Fall, aber wie die Münzen haben nun auch die ersten Geldscheine
Rillen die man fühlen kann.

MaIA – Maßnahme zur Aktivierung und Integration von Menschen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmakrt Im Septemeber 2013 erfuhr ich vom JobCenter das es diese Maßnahme geben würde und ob ich Interesse daran hätte, bedauerlicherweise war die Liste schon voll so das ich bis Anfang Januar 2014 warten musste.  Es wurden
verschiedene Dinge angeboten wie z. B. Deutsch, Mathe, Englisch, aber auch Dinge wie Motivationsförderung und Strategien zur Merkfähigkeit. Darüber hinaus ging es, aber auch um Stellensuche, Tipps für Vorstellungsgepsräche sowie auch was für Rechte, Pflichten und Vergünstigungen es mit ALG II gibt. Alles in allem waren diese neun Monate okay haben mich jedoch nicht weiter gebracht. Da ich aufgrund meiner visuellen Einschränkungen nicht viel mit machen konnte.

Barreierefreie Sparkasse
Auch wenn es viele Menschen gibt die gegen die Sparkasse sind ich bin rund um zufrieden. Den dieses Bank war die erste die Automaten  auch für blinde Menschen zugänglich gemacht hat. Inzwischen gibt es nicht nur die Braillebeschriftungen sondern an einigen ausgewählten Automaten sogar eine Sprachausgabe die man mit einem handelsüblichen 3,5 Klinkenkopfhörer bedienen kann. Mit diesen Automaten ist es mir möglich von unterwegs mein Prepaidhandy aufzuladen. Unvergesslich bleibt auch das man eine neue Filale baut, ein Blindenleitsystem legt,  was sogar mit dem vor Ort vorhandenen Zebrastreifen verbunden wurde doch ein entscheidenes Detail wurde vergessen nämlich den
Haupteingang. Nach wie vor wurde dies nicht korrigiert, das sind Dinge wo ich mich frage wer solche Wege plant und verlegt.

Die Tücken der Technik
Es ist toll was heut zutage mit der modernen Technik für Menschen mit Seheinschränkungen alles möglich ist. Sei es Vergrößerung oder
Sprachasugabe am Handy jedoch haben diese besagten Dinge ihre Tücken. So kam es das ich unterwegs war und mit S. schrieb und
ich statt „Waffel“ Waffe geschrieben hab weswegen sie antwortete ich solle mit den Partronen aufpassen.

Ein Kochfeld zieht ein
Wer träumt nicht einmal davon sich eine neue Küche oder Elektrogeräte zu kaufen? Ich hatte aus meiner ersten Wohnung
zwei Induktionsplatten für die Steckdose, die waren auch für den Anfang völlig in Ordnung nur ich wollte etwas vernünftiges.
Nach dem Mama und ich wochenlang gegoogelt hatten, wurden wir fündig. WIr liesen uns bei Berlet beraten und der Verkäufer
war freundlich und sehr geduldig. Wie der Zufall es wollte gab es das Vorführmodell nicht mehr weswegen ich es günstiger bekommen
habe, was ebenfalls gut war das sie beim Verkauf von Elektrogeräten einen Elektriker anbieten. So wurde das Kochfeld ein paar Tage später gebracht und angeschlossen. Beim Anschließen stellte sich kurioserweise dann heraus das die Steckdose gar nicht verwendet werden dürfte, so bekam ich dann noch eine neue Starkstromsteckdose. Ich bin nach wie vor mit dem Kochfeld hoch zufrieden. Das KOchfeld hat zwar einige Touchknöpfe doch den Anschalter haben wir mit einem Markierungspunkt versehen und das Entsperren der Kindersicherung schaffe ich mit  meiner elektronischen Lupe.

2014-03-13 16.50.23

Rosenmontag
Die Menschen von der Maßnahme hatten beschlossen das wir Rosenmontag frei machen unter Anderem, weil ab 14 Uhr die Stadt abgesperrt wird und dann keine Buse mehr fahren. Also sind Sally und ich auf die grandiose Idee gekommen wir könnten uns ja vorher treffen. Hat leider nicht funktioniert, die Busse fuhren schon vor 14 Uhr nicht mehr, überall waren Menschen, Menschen und noch mehr Menschen. So das wir über zwei Stunden in der Stadt fest saßen. Wir verkürmmelten uns in eine Pizzeria doch leider lief auch dort Kanevalmusik. Als wir gegen frühen Abend endlich einen Bus bekamen haben wir beide drei Kreize gemacht und das Fazit davon: Nie wieder an Rosenmontag in die Stadt.

Ostern
Da die Kinder langsam groß sind/werden verzichten wir inzwischen auf die Eiersuche und so kam es das Mama uns zum Frühstück eingeladen hatte. Aus einem Frühstück wurde dann der Besuch im Schlaraffenland :D. Es gab sowohl weiche, bemahlte feste Eier als auch Rührei. Warme Brötchen frisch aus dem Ofen und Tomate-Mozarella. Sie hat sich sogar die Mühe gemacht und meine Lieblingswurst gekauft *dahin schmelz*

Von lang auf kurz
Das war das Motto kurz nach Ostern als mein Cousen zum Haare schneiden kam. Ich lies mir die Haare von gut 60 cm auf rund 30cm schneiden.   Er hat große Augen gemacht als ich ihm diesen Wunsch äußerte und ich muss gestehen dies war keine leichte Entscheidung. Ich mag diesen hinten kürzen und vorne längeren Bob sehr, doch im Moment lasse ich die Haare wieder länger wachsen doch ich denke 2015 werde ich ihn mir wieder schneiden lassen, ich bin mit dem Ergebnis von ihm wirklich zufrieden. Und auch den Farbpinsel werde ich wieder schwingen.

Der Zebra- und Baumführer
Da ich etwas ländlich wohne fahren die Busse abends nicht gerade gut so das es öfter vor kommt das ich mit dem Bus zum Maxipark
fahre und mich dort von meiner Mutter abhole. Leider ist es so wenn der Bsufahrer seine Schicht zu Ende hat oder Pause macht bis zur
weiterfahrt das die Haltestelle dann wo anders ist. An dieser Seitenhaltestelle befindet sich, aber zum einen ein großer Parkplatz und zum anderen etliche Bäume also nicht gerade blindenfreundlich. Jedoch erlebe ich es jedes Mal das es nette Busfahrer gibt. Die einen bringen mich zum Zebrastreifen um die Straße sicher zu überqueren und andere stellen mich sichtbar neben eine Laterne. Es gibt also doch noch hilfsbereite Menschen.

Kochen mit der Maßnahme
Nebem trockenen Unterricht und Jobsuche haben wir auch nette Sachen gemacht. So kam es das Herr D. an einem Morgen vorschlug ob wir im Keller nicht zusammen kochen wollten. So kam es das wir Spaghetti Bolognese machten bedauerlicherweise muss ich sagen waren das die schlimmsten Spaghetti Bolognese meines Lebens. Zum Nachtisch gab es dann noch gemischtes Eis, alles in allem war es doch eine tolle Aktion. Desweiteren gab es noch das Projekt
Kochbuch. In diesem Rahmen haben wir an einem Freitag einen Projekttag eingelegt und etliche Gerichte gekocht. Die Dozentin war sehr skeptisch ob sie mir ein Messer anvertrauen konnte doch es ging alles gut.

Die Blogparade
Durch Facebook bin ich auf einen Artikel zum Thema Inklusion aufmerksam geworden wodurch ich das Rollstuhlfräulein kennen und inzwischen lieben gelernt habe.  Die liebe T. hatte einen Aufruf zur Blogparade gestartet. Darum ging es sich Gedanekn darüber zu machen was man noch alles erreichen möchte. Ich fand dieses Projekt eine schöne Idee und habe mich daran beteilitgt. Unter dem selben Stichwort hat die Aktion Mensch im November dazu aufgerufen einen Blogarbeitek darüber zu schreiben
wir man sich die Welt in zehn Jahren vorstellt. Nicht nur das mein Beitrag etliche Male geteilt wurde, nein ich habe tatsächlich eine Einlaudng zu dem Kongress nach Berlin  erhalten, das war eine große Ehre für mich. Bedauerlicherweise war dieser Kongress mitten in der Woche.

365 Tage Liebe <3
Im Mai hatten S. und ich unseren Jahrestag, das erste Jahr unserer Freundschaft ist so schnell verflogen. Wir hatten uns damals bereits nach zwei Wochen getroffen einfach, weil  zwischen uns von Anfang nicht nur Liebe war sondern auch das Gefühl als wenn wir uns schon 20 Jahre kennen würden. Ein paar Wochen später ist sie mit ihrem Liebsten nach Bochum gezogen. Ich hatte am Anfang große Angst das der Kontakt über die Entfernung nicht stand halten könnte doch es klappt. Natürlich kann keiner sagen wie lange es hält, aber bislang läuft es nach wie vor rund und sehr gut. Es gibt so unendlich viele Momente mit dir, ich mag einfach deine unkomplizierte Art auch wen du machmal etliche Nerven kostest, aber ohne diese Macke würde unsere Freundschaft glaube ich nicht funktionieren. Es gab dieses Jahre so viele Höhen und Tiefen die wir gemeinsam gemeistert haben, die vielen unedlichen Nächte, Morgende und Tage die wir geschrieben haben, viele Tränen voller Glück und Neid geweint.

Unvergessliches:
Löffel-Eier, Kaffee und Kuhbar mit S.
Die Tatsache das S. trotz guter Augen über Kanten und Kabel stolperte und ich mit mienem Stock nicht
Das Teilen meines Artikel für die Aktion Mensch und die Einladung zum Kongress nach Berlin

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